Neue „Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ der DFG

Di 16. Jul 2019 15:00 Uhr

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am 3. Juli 2019 die „Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ (Kodex) beschlossen, welche ab dem 1. August 2019 in Kraft treten. Der Kodex ersetzt die bisher geltende „Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis“ (Denkschrift) vom 3. Juli 2013.

Adressiert sind alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie die Leitungen von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen; ihnen soll ermöglicht werden, ihre internen Strukturen, Prozesse und Handlungen an den Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlichen Praxis auszurichten. Ziel ist es, eine Kultur der wissenschaftlichen Integrität in den wissenschaftlichen Einrichtungen zu verankern, die weniger von den Verstößen gegen die gute wissenschaftliche Praxis her gedacht ist als vielmehr vom Berufsethos der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der Kodex adressiert ebenfalls den richtigen Umgang mit Forschungsdaten sowie der damit einhergehenden Themen Datenschutz und (Daten-)Publikation. Hier ergeben sich, im Vergleich zur Denkschrift von 2013, einige Neuerungen. So spricht die DFG eine starke Empfehlung für Open Science, also für die öffentliche Bereitstellung von wissenschaftlichen Publikationen und der zugrunde liegenden Forschungsdaten aus. Ebenso werden die FAIR-Prinzipien als Basis für den Umgang mit Forschungsdaten benannt:

"Aus Gründen der Nachvollziehbarkeit, Anschlussfähigkeit der Forschung und Nachnutzbarkeit hinterlegen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, wann immer möglich, die der Publikation zugrunde liegenden Forschungsdaten und zentralen Materialien – den FAIR-Prinzipien („Findable, Accessible, Interoperable, Re-Usable“) folgend –zugänglich in anerkannten Archiven und Repositorien."  (Leitlinie 13, Seite 19)

Ein Augenmerk wird ebenso auf die Dokumentation und Veröffentlichung von Forschungssoftware gelegt, welche als Forschungsergebnis gleichrangig neben andere Forschungsdaten gestellt wird.

Fragen zu den neuen Leitlinien und Empfehlungen beantworten die Ansprechpartner des Netzwerks jederzeit gern.

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