Es sind die kleinen Dinge

Unsichtbares Akkordeon
 

Testbild

Wäre sein Name leichter zu buchstabieren gewesen, wäre seine Leistung stärker wahrgenommen worden.

Auflösung
 
Kleine Fehler in der Schreibweise von Namen können großen Einfluss auf die Karriere von Forschenden haben. Insbesondere Namen, die zum Beispiel Sonderzeichen enthalten, können schnell in verschiedenen Schreibweisen erscheinen. Diese uneinheitliche Schreibweise kann zu einer systematisch geringeren Erfassung von entsprechenden Zitationen führen.

Die Forscherin Terje Tüür-Fröhlich zeigte dies in ihrer Arbeit unter anderem am Beispiel des bekannten Soziologen Pierre Bourdieu, für dessen Namen sie in den Wissenschaftsdatenbanken 85 Mutationen feststellen konnte. Die fehlerhafte Aufzeichnung der Zitationen ist insbesondere zu Beginn einer wissenschaftlichen Karriere problematisch, da die Zitierhäufigkeit oft als Maß für die wissenschaftliche Leistung verwendet wird und unter Anderem bei der Vergabe von Fördermitteln oder Stellen eine Rolle spielt.

Eine Möglichkeit, um dieser Problematik entgegenzutreten, ist die Verwendung von persistenten Identifikatoren (PID) für Personen. Durch die eindeutige Autorenidentifikation über den PID, kann der Einfluss von Fehlern in der Schreibweise von Namen minimiert werden. Beispiele für PIDs für Wissenschaftler*innen sind die unabhängig vergebene ORCID oder die über Thompson Reuters vergebene ResearcherID. Mittlerweile sind PIDs für Personen recht weit verbreitet und müssen bei einigen Verlagen bei der Einreichung von Artikeln mit angegeben werden.

 
Quellen: