Antiquitäten

Unsichtbares Akkordeon
 

Testbild

Da Sie sich den Beginn Ihrer wissenschaftlichen Karriere anschauen wollte, verbrachte Sie viel Zeit auf dem Flohmarkt.

Auflösung
 

Am Anfang ihrer Karriere sicherte Leslie Vosshall die Daten auf Disketten, den damals gängigen lokalen Speichermedien. Danach wurden die Daten weder aufgerufen noch auf modernere Datenträger (CDs, DVDs, USB-Sticks, oder externe Festplatten) migriert. Die Datenträger sind vorhanden und eindeutig beschriftet. Aber selbst wenn die Daten nach all der Zeit noch unkorrumpiert und vollständig sind, die Hardware zum Auslesen der Datenträger ist schlicht nicht mehr vorhanden. Um sich die entsprechende Hardware zu beschaffen, müsste sie also großes Glück haben und ein noch funktionsfähiges Gerät finden: auf dem Flohmarkt, in einem Abstellraum an der Uni oder im schlimmsten Fall im Museum.

Ein wichtiger Schritt zur Vermeidung des Problems besteht darin, die verwendeten Speichermedien vergangener Projekte zu dokumentieren und die Verfügbarkeit der komplementären Hardware kontinuierlich zu beobachten. Spätestens wenn Hersteller ankündigen, Anschlüsse oder Laufwerke in den neueren Generationen ihrer Geräte nicht mehr zu verbauen, sollten die Daten migriert werden, um die Bitstream-Preservation sicher zu stellen.

Im Vorfeld werden derartige Probleme unwahrscheinlicher, wenn Daten nicht ausschließlich auf 1 Medium gespeichert werden, sondern möglichst nach der 3-2-1 Regel auf mehreren Medientypen. So führt  die Obsoleszenz einer Speichervariante nicht direkt dazu führt, dass kein Zugang zu den Daten besteht

 
Quellen: